{"id":747,"date":"2015-10-09T02:00:42","date_gmt":"2015-10-09T00:00:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/?p=747"},"modified":"2015-10-17T23:43:53","modified_gmt":"2015-10-17T21:43:53","slug":"in-der-transsib-von-moskau-nach-irkutsk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/?p=747","title":{"rendered":"In der Transsib von Moskau nach Irkutsk"},"content":{"rendered":"<p>Heute ist es endlich so weit: es geht los mit dem ersten Teil der Trans-Sibirischen Eisenbahn. Von Moskau werden wir mit dem Zug Nummer 070 in 80h und 38min insgesamt 5&#8217;193km weit nach Irkutsk fahren.<br \/>\nDie Zugnummern in Russland weissen darauf hin, wie modern ein Zug ist. Je kleiner die Zugnummer, desto moderner ist der Zug. Mit den Nummern 001 und 002 und dem Namen Roccia ist der beste regul\u00e4re Zug bezeichnet, welcher die 9&#8217;307km lange, klassische Strecke der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Vladivostock bef\u00e4hrt. Wir gehen darum davon aus, dass unser Zug mit der Nummer 070 uns eine komfortable Reise bescheren wird.<\/p>\n<p>Bepackt mit unseren Rucks\u00e4cken verlassen wir das Hotel Budapest in Moskau. Fast h\u00e4tten wir unsere \u00dcbernachtungsbescheinigung vergessen, aber der Receptionist erwischt uns gerade als wir uns aufmachen das Hotel zu verlassen und \u00fcberreicht uns unsere Aufenthaltsbest\u00e4tigung. Mit diesen Bescheinigungen muss man bei der Ausreise aus Russland belegen, wo genau man in Russland wann \u00fcbernachtet hat.<\/p>\n<p>Die Fahrt mit der roten Metrolinie zum Jaroslawskaya Bahnhof ist kurz und da wir nicht zur Rush-Hour unterwegs sind, hat es auch nicht so viele Menschen in der U-Bahn. So stellen wir mit unseren grossen Rucks\u00e4cken kein Problem dar. Die Metrostation beim Jaroslawskaya Bahnhof heisst Komsomolskaya. Diesen Namen muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen, der t\u00f6nt so sch\u00f6n russisch. Die Metrostation gilt aber nicht wegen ihrem Namen sondern wegen ihrer beeindruckenden Archtitektur als eine der sch\u00f6nsten Metro-Stationen von Moskau. Riesige Kronleuchter h\u00e4ngen schon in der Perronhalle. Und \u00fcberall an den W\u00e4nden befinden sich grosse, farbenpr\u00e4chtige Mosaike mit typischen, sovietischen Darstellungen.<br \/>\n<div id=\"attachment_749\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-001-DSC02963-427561363-e1444343197598.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-749\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-001-DSC02963-427561363-1024x577.jpg\" alt=\"In der Komolskaja Metro Station\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"size-large wp-image-749\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-749\" class=\"wp-caption-text\">In der Komolskaja Metro Station<\/p><\/div><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-002-DSC02964817087865-e1444343322762.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-002-DSC02964817087865-1024x577.jpg\" alt=\"tmp_6312-002-DSC02964817087865\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"aligncenter size-large wp-image-750\" \/><\/a><\/p>\n<p>Hatten wir im Hotel noch Bedenken, dass wir von der Metrostation bis zum Bahnhof viel zu weit laufen m\u00fcssen, stellen wir beim austeigen aus der Metro mit grosser Freude fest, dass wir uns direkt vor den Bahnsteigen der Transsibirischen Z\u00fcge befinden.<br \/>\nAuch hier an diesem riesigen Bahnhof, an welchen nicht nur die Z\u00fcge der Transsib abfahren, sondern auch viele Schnellz\u00fcge in Richung Norden und Regionalz\u00fcge der n\u00e4heren Umgebung von Moskau ihren Startpunkt haben, herrscht eine friedliche Stimmung. Obwohl sich \u00fcberall viele Menschen mit grossen Mengen von Gep\u00e4ck aufhalten, ist auch hier alles sauber. Es gibt eine grosse Pr\u00e4senz an Aufsichtspersonen und diese schauen peinlich genau darauf, dass man auch ja nichts verbotenes macht. So konnte ich diverse Male beobachten, wie rauchende Personen aufgefordert wurden entweder ihre Zigaretten auszumachen oder dann aus dem Bahnhofsbereich zu verschwinden.<\/p>\n<p>Eigentlich wollen wir unseren Proviant in einer f\u00fcr Russland typischen Markthalle einkaufen, doch anscheinend sind diese Einrichtungn im Zentrum von Moskau durch Superm\u00e4rkte verdr\u00e4ngt worden. Von diesen Superm\u00e4rkten gibt es viele rund um den Bahnhof. Es handelt sich dabei meist um kleine, extrem enge R\u00e4umlichkeiten, in denen es mit unseren grossen Rucks\u00e4cken schon schwierig ist einfach durch die G\u00e4nge zu laufen ohne etwas aus den Gestellen zu reissen. Ganz vorsichtig laufen wir durch die engen G\u00e4nge und decken uns mit Brot, Wurst, Salat, s\u00fcss-sauren Gurken und Getr\u00e4nken f\u00fcr die n\u00e4chsten vier Tage ein.<br \/>\nAuf dem Weg zu unserem Perron riecht es einfach viel zu gut von all den verschiedenen Schnellimbis-Buden und so essen wir noch vor der Abfahrt feine Kebab, w\u00fcrziges Knoblauchbrot und schmackhafte Pirogis (mit Fleisch oder Gem\u00fcse gef\u00fcllte Teigtaschen).<\/p>\n<p>Etwa eine Stunde vor Abfahrt f\u00e4hrt unser Zug am Perron ein. Sofort machen sich viele Passagiere auf den Weg zu ihrem Wagon. Dort stellen sie sich in einer ordentlichen Schlange vor den jeweiligen Wagont\u00fcr auf. Und dort stehen sie dann bis die T\u00fcren von den Provodnizas etwa eine halbe Stunde vor Abfahrt ge\u00f6ffnet werden.<br \/>\nDiese Wartezeit ist sehr gut f\u00fcr uns, denn so m\u00fcssen wir unser Gep\u00e4ck auf dem Perron vor unserem Wagon zwischen lagern. Und genau dann geschieht es: Gerade als Silvia die eineinhalb Liter Flasche Mineral auf das Perron abstellt, explodiert die Pet-Flasche mit einem lauten Knall und kullert spritzend \u00fcber den Perron und verschwindet bevor sie hinunter auf das Gleis f\u00e4llt. Und so deutet nur noch eine grosse Wasserlache um uns herum darauf hin, dass wir vor kurzem auch Wasser dabei hatten. W\u00e4re dies nicht hier sonder ein wenig sp\u00e4ter in unserem Abteil geschehen, h\u00e4tten wir wahrscheinlich keinen guten Eindruck beim Zugspersonal hinterlassen&#8230;<br \/>\n<div id=\"attachment_752\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-003-DSC02968-2071322891-e1444343622169.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-752\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-003-DSC02968-2071322891-1024x577.jpg\" alt=\"Emsiges Treiben vor dem Jaroslawskaya Bahnhof wo die Z\u00fcge der Transsib abfahren.\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"size-large wp-image-752\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-752\" class=\"wp-caption-text\">Emsiges Treiben vor dem Jaroslawskaya Bahnhof wo die Z\u00fcge der Transsib abfahren.<\/p><\/div><br \/>\n<div id=\"attachment_753\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-004-DSC02991125442027-e1444343741280.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-753\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-004-DSC02991125442027-1024x577.jpg\" alt=\"Mit diesem Zug werden wir nach Irkutsk fahren...;-)\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"size-large wp-image-753\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-753\" class=\"wp-caption-text\">Mit diesem Zug werden wir nach Irkutsk fahren&#8230;;-)<\/p><\/div><br \/>\n<div id=\"attachment_754\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-010-DSC02997-372581701.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-754\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-010-DSC02997-372581701-1024x577.jpg\" alt=\"In Russland steht man Schlange - heute aber nur noch beim Einsteigen in dei Transib...;-)\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"size-large wp-image-754\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-010-DSC02997-372581701-1024x577.jpg 1024w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-010-DSC02997-372581701-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-010-DSC02997-372581701-600x338.jpg 600w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-010-DSC02997-372581701.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-754\" class=\"wp-caption-text\">In Russland steht man Schlange &#8211; heute aber nur noch beim Einsteigen in dei Transib&#8230;;-)<\/p><\/div><br \/>\n<\/p>\n<p>Will man in die Transsib einsteigen, so muss man der Provodniza des Wagens f\u00fcr den man eine Reservierung besitzt nicht nur das Billette sondern auch den Pass zeigen. Nachdem das gemacht ist, erlaubt man uns einzusteigen und bittet uns in unser Abteil zu gehen.<br \/>\nIm Abteil verstaut wir zuerst einmal alles unter die unteren Sitz- resp. Liegepl\u00e4tze. Es handelt sich bei unserem Wagon um ein etwas \u00e4lteres Schlafwagenmodell. Aber es ist gut im Schuss und sehr sauber. In den Abteilen hat es sogar einen Perserteppiche am Boden.<br \/>\nDie Abteile der zweiten Klasse (erste Klasse gibt es in Russland nur in ein paar ganz speziellen Touristenz\u00fcgen) bestehen aus vier Liegen. Auf den untern beiden verbringt man den Tag sitzend und es hat sogar ein Tisch unter dem Fenster. Die oberen Liegen sind den ganzen Tag als Bett eingerichtet.<br \/>\nDas Gep\u00e4ck kann entweder unter den unteren Sitzb\u00e4nken verstaut werden oder es kann in das Abteil \u00fcber der Eingangst\u00fcre versorgt werden.<br \/>\nDamit es nicht zu hart zum Schlafen ist, hat es vier zusammengerollte Matrazen welche auf die Sitzb\u00e4nke ausgerollt werden. Die Matrazen werden anschliessend mit einem Leintuch, welches man von der Provodniza bekommt, bezogen. Ebenfalls bekommt man einen frischen Kissen- sowie einen Deckenbezug.<br \/>\nDie Toiletten, welche sich an beiden Enden des Wagon befinden und f\u00fcr 36 Personen gedacht sind, sind zwar alt aber ebenfalls sauber aber f\u00fcr unsere Kinder resp. die Frauen im Allgemeinen keine angenehme Erfahrung, denn wer setzt sich schon gerne auf eine metallene WC-Sch\u00fcssel mit ganz vielen Noppen? Und zugegeben der Geruch in diesem Kabeuschen ist f\u00fcr unsere westlich verw\u00f6hnten Geruchsnerven eine Herausforderung!<br \/>\nDer Wasserhahn im WC birgt ebenfalls seine Geheimnisse, denn es fehlt auf den ersten Blick jegliche M\u00f6glichkeit das Wasser dazu zu bringen, sich aus dem Hahn \u00fcber die H\u00e0nde zu bewegen. Des R\u00e4tsels L\u00f6sung ist ein kleiner Stab, der sich direkt im Wasserhahn befindet. Wird dieser etwas zur Seite geschoben, dann kommt auch Wasser aus der Leitung&#8230;;-)<br \/>\nApropos Wasser. In jedem Wagon befindet sich am Ende wo die Provodniza ihr Abteil hat ein sogenannter Samovar. Das sind Wasserkocher, welche sicherstellen, dass den Passagieren zu jeder Tages- und Nachtzeit heisses Wasser kostenlos zur Verf\u00fcgung steht. In unserem Wagon wird der Samovar noch mit Holz geheizt und es ist eine weitere Aufgabe der Provodniza daf\u00fcr zu sorgen, dass das Feuer daf\u00fcr nie ausgeht.<br \/>\n<br \/>\n<div id=\"attachment_760\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-007-DSC030031873378242-e1444344642744.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-760\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-007-DSC030031873378242-768x1024.jpg\" alt=\"So sieht es im Gang unseres Wagon aus - im Hintergrund erkennt man den &quot;Samovar&quot;.\" width=\"700\" height=\"933\" class=\"size-large wp-image-760\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-760\" class=\"wp-caption-text\">So sieht es im Gang unseres Wagon aus &#8211; im Hintergrund erkennt man den &#8220;Samovar&#8221;.<\/p><\/div><br \/>\n<br \/>\n<div id=\"attachment_763\" style=\"width: 1028px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-040-DSC04272-66408683.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-763\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-040-DSC04272-66408683.jpg\" alt=\"Das gar nicht so stille \u00d6rtchen im Zug.\" width=\"1018\" height=\"573\" class=\"size-full wp-image-763\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-040-DSC04272-66408683.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-040-DSC04272-66408683-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-040-DSC04272-66408683-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-763\" class=\"wp-caption-text\">Das gar nicht so stille \u00d6rtchen im Zug.<\/p><\/div><br \/>\nW\u00e4hrend der Fahrt durch die Aussenbezirke von Moskau, wo wir sehen wie man ausserhalb des mond\u00e4nen Zentrums lebt, richten wir uns in unserem Abteil gem\u00fctlich ein. Vor dem Fenster ziehen nun keine modernen, verglasten Gesch\u00e4ftsgeb\u00e4ude mehr vorbei, sondern wir sehen riesige Wohnsilos, wie man sie aus der soviet Zeit kennt. Aber man muss auch sagen, dass sich diese Geb\u00e4ude meistens in einem guten Zustand befinden.<br \/>\nJe weiter wir uns aus Moskau entfernten, desto schlechter wird der Zustand der Geb\u00e4ude. Auch die Bahnh\u00f6fe werden immer kleiner, \u00e4lter und bauf\u00e4lliger. Die jungen Russen, die wir hier sehen, sind aber sehr modisch gekleidet und schlank. Die \u00e4lteren Russen hingegen eher in altmodischen, in grau und blaut\u00f6nen gehaltenen Kleidern und man sieht auch immer mehr Menschen (vor allem M\u00e4nner) in milit\u00e4rischen Vierfrucht Anz\u00fcgen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-011-DSC030171950591449-e1444345245955.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-011-DSC030171950591449-1024x577.jpg\" alt=\"tmp_6312-011-DSC030171950591449\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"aligncenter size-large wp-image-764\" \/><\/a><\/p>\n<p>Unsere Kinder nehmen sofort das kleine Tischchen in unserem Abteil in Beschlag und so bleibt mir nichts anderes \u00fcbrig als mich mit meiner Kamera im Gang an einem Fenster zu positionieren und einfach die Landschaft zu geniessen. Dabei werde ich von einem ziemlich gutgebauten, muskul\u00f6sen ca. 45j\u00e4hrigen Russen angesprochen. Nach der allgemeinen Begr\u00fcssung fragt er mich von wo wir kommen. Ich sage ihm, dass wir aus der Schweiz seien und \u00fcberreiche ihm eine unserer mitgebrachten Toblerone. Daraufhin bedankt er sich und geht. Aber nur ca. 10 Minuten sp\u00e4ter kommt er wieder und \u00fcberreicht uns eine Flasche italienischen Rotwein und eine Tafel russische Schokolade. Nun setzten wir uns alle in unser Abteil und w\u00e4hrend wir uns mit dem Wein zuprosten, besch\u00e4ftigen sich Rico und Silvia mit der Schokolade.<\/p>\n<p>Denis erz\u00e4hlt uns von seinem 18 j\u00e4hrigen Sohn, der studiert und Basketball spielt, seiner Frau mit welcher er seit 25 Jahren verheiratet ist, seiner 23 j\u00e4hrigen Zeit bei der Armee wo er bei den Chemietruppen unter anderem in Tschetschenien gedient hat und wo er auch mehrfach verletzt wurde. Ob das der Grund ist, dass er nun bei Gasprom auf der Halbinsel Jamal ganz im Norden von Sibirien arbeitet konnten wir nicht herausfinden. Daf\u00fcr erfuhren wir, dass er bei Gasprom auf Jamal jeweils f\u00fcnf Monate arbeitet um dann wieder f\u00fcr einen Monat nach Hause kann.<br \/>\nIn der Stadt auf der Halbinsel von Jamal wo er stationiert ist, leben ca. 250&#8217;000 Menschen, es gibt Skilifte und im Winter herrschen Temperaturen von bis zu -57 Grad, ausserdem zeigt er uns noch ein paar Fotos auf seinem Natel von Jamal. F\u00fcr uns ist so ein Leben wirklich sehr schwer nachvollziehbar aber f\u00fcr Denis v\u00f6llig normal.<br \/>\nZugegeben unsere Kommunikation ist etwas schwierig, doch mit unseren rudiment\u00e4ren Russischkenntnisse etwas Phantasie und vor allem dem Willen etwas zu verstehen klappt es nicht schlecht. Denis meint, wenn wir drei Flaschen Rotwein getrunken haben, dann brauchen wir uns um die Sprache keine Sorgen mehr zu machen. So weit kommt es aber nicht, da Denis bereis in Yarislav verl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten drei Tage bis Irkutsk sind wundersch\u00f6n und sehr friedlich. Unser Abteil wird zu unserem Zuhause in dem wir schlafen, essen, reden, spielen und arbeiten. <\/p>\n<p>Es ist erstaunlich wie schnell wir uns an dieses Leben in der Eisenbahn gew\u00f6hnen. Jeder von uns hat seine wenigen Dinge die er t\u00e4glich braucht an einem gut zug\u00e4nglichen Ort. Gegessen wird dann wenn alle aufgewacht resp. wenn die Mehrheit Hunger hat und es wird das gegessen, was wir dabei haben oder wir unterwegs an einem Bahnhof kaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf unserer Fahrt nach Irkutsk h\u00e4lt der Zug insgesamt an 82 verschiedenen Bahnh\u00f6fen. Meistens haben wir nur gerade 2 Minuten Aufenthalt. An diesen Bahnh\u00f6fen d\u00fcrfen wir den Zug nicht verlassen. An jedem Tag gibt es aber auch Aufenthalte von 10 &#8211; 40 Minuten. Dann k\u00f6nnen wir zum Zug aussteigen und uns auf dem Perron die Beine vertreten. Es gibt auf den Perrons kleine Kioske in welchen wir uns mit Getr\u00e4nken, Cup-Noodles und kleinen Esswaren eindecken k\u00f6nnen. Vor allem auf den kleineren Bahnh\u00f6fen stehen ab und zu meist \u00e4ltere Frauen mit selbstgemachten Speisen, frisch gepfl\u00fcckten Beeren, gr\u00e4uchertem Lachs, Kaviar und S\u00fcssigkeiten. Wir wissen nicht immer was genau wir kaufen aber schmecken tut es uns immer.<br \/>\n<div id=\"attachment_765\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-012-DSC03040101050293-e1444345485299.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-765\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-012-DSC03040101050293-1024x577.jpg\" alt=\"Verpflegungskiosk auf dem Perron\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"size-large wp-image-765\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-765\" class=\"wp-caption-text\">Verpflegungskiosk auf dem Perron<\/p><\/div><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-013-DSC03067-1883715961-e1444345623126.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-013-DSC03067-1883715961-1024x576.jpg\" alt=\"tmp_6312-013-DSC03067-1883715961\" width=\"700\" height=\"394\" class=\"aligncenter size-large wp-image-766\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-016-DSC0335610416439.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-016-DSC0335610416439.jpg\" alt=\"tmp_19210-016-DSC0335610416439\" width=\"1018\" height=\"572\" class=\"aligncenter size-full wp-image-769\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-016-DSC0335610416439.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-016-DSC0335610416439-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-016-DSC0335610416439-600x337.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/a><br \/>\n<\/p>\n<p>Einmal gehen wir in den Speisewagen. Dieser hat Platz f\u00fcr ca. 32 Personen und auch noch eine grosse Bar. Ausser uns ist aber nur eine Person am Essen und die scheint auch noch zum Zugsspersonal zu geh\u00f6ren. Die Speisekarte ist sehr gross, doch beim bestellen merken wir, dass es nicht ganz alles gibt was auf der Karte steht. Auf dieser Karte stehen zu den Gerichten jeweils wieviele Gramm man von was bekommt. Und da man hier nicht ein ganzes Menu bestellt, sondern sich alles selber zusammenstellen muss, essen wir unseren Fisch und unser Fleisch halt ohne Beilagen.<br \/>\nDie Preise im Speisewagen sind im Gegensatz zu den sonstigen Lebensmittelpreise hoch. So bezahlen wir f\u00fcr unser Nachtessen zu viert ca. 3&#8217;000 Rubel (45.- Sfr). Ein Nachtessen f\u00fcr uns vier, dass wir an Essenst\u00e4nden kaufen kostet hingegen nicht mehr als 1&#8217;000 &#8211; 1&#8217;500 Rubel (15 &#8211; 20 Sfr.)<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir in der Transsib den ganzen Tag nichts machen m\u00fcssen, sieht das Leben einer Provodniza ganz anders aus. Es gibt jeweils pro Wagon zwei Provodnizas. Dabei handelt es sich meistens um Frauen. Diese Provodnizas sind w\u00e4hrend der gesamten Reise f\u00fcr einen Wagon zust\u00e4ndig und stehen in zwei Schichten 24h pro Tag zur Verf\u00fcgung.<br \/>\nSie kontrollieren beim Einsteigen die Billette und P\u00e4sse, verteilen die Bettw\u00e4sche, stellen sicher dass sich immer heisses Wasser im Samovar befindet, putzen t\u00e4glich alle Abteile und den Gang, putzen die Toiletten und stellen sicher, dass es immer Toilettenpapier hat, leeren die Abfallk\u00fcbel im Wagon und verkaufen Tee, Kaffee, Cupnoodles etc.<br \/>\nBei jedem Halt in einem Bahnhof \u00f6ffnen sie die Wagont\u00fcre (es wird immer nur genau eine T\u00fcre pro Wagon ge\u00f6ffnet) und dort stehen sie dann die ganze Zeit bis der Zug wieder abf\u00e4hrt.<br \/>\nWir haben schon ganz schlimme Geschichten \u00fcber diese Provodnizas geh\u00f6rt aber wir haben bis jetzt immer Gl\u00fcck gehabt und k\u00f6nnen nur Gutes \u00fcber sie berichten.<br \/>\n<div id=\"attachment_767\" style=\"width: 587px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-014-DSC03218854561193-e1444345748279.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-767\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_6312-014-DSC03218854561193-577x1024.jpg\" alt=\"Unsere Provodniza kontrolliert das Billett eines neuen Reisenden.\" width=\"577\" height=\"1024\" class=\"size-large wp-image-767\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-767\" class=\"wp-caption-text\">Unsere Provodniza kontrolliert das Billett eines neuen Reisenden.<\/p><\/div><\/p>\n\n<p>Wir Alten hingegen geben uns dem Fast-Nichts-Tun hin. Wir geniessen es einfach zum Fenster hinaus zu schauen und uns die herrliche Herbstlandschaft mit den nicht enden wollenden Birkenw\u00e4ldern anzuschauen. Ab und zu sehen wir auch kleine Ortschaften mit sibirischen Holzh\u00e4usern, die meistens von einem Garten, zum trocknen aufgeh\u00e4ngter W\u00e4sche und diversen Fahrzeugen in allen Stadien des Zerfalls umgeben sind. Begrenzt werden alle H\u00e4user von einem Zaun.<br \/>\nMachen diese kleinen Ortschaften einen sehr romantischen Eindruck auf uns, ist das bei den gr\u00f6sseren St\u00e4dten durch die wir fahren definitiv nicht der Fall. Meistens k\u00f6nnen wir bei den Fabriken nicht mit Sicherheit bestimmen, ob diese Fabrik noch gebraucht wird oder ob sie bereits zerfallen ist. Ein sicheres Zeichen, dass sie noch aktiv ist, ist eine meist dunkle Rauchwolke, die aus einem Schornstein aufsteigt.<br \/>\nAuch die grossen Mieth\u00e4user strahlen nicht viel Lebensfreude aus. Meistens in grau oder braun stehen diese dunklen Mauern irgendwo in der Landschaft. Vor den Fenstern h\u00e4ngt W\u00e4sche zum trocknen neben Satellitensch\u00fcsseln. Um diese Wohnsilos f\u00fchren meist ungeteerte Strassen mit grossen Pf\u00fctzen und mit etwas Phantasie erahnt man die Parkanlagen, welche beim Bau dieser Siedlungen angelegt aber nie gepflegt wurden. Nun dienen sie unter anderem als Parkpl\u00e4tze oder einfach als Deponie f\u00fcr all die Sachen, f\u00fcr welche man sonst keinen Platz findet.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-018-DSC03277125442027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-018-DSC03277125442027.jpg\" alt=\"tmp_19210-018-DSC03277125442027\" width=\"1018\" height=\"572\" class=\"aligncenter size-full wp-image-772\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-018-DSC03277125442027.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-018-DSC03277125442027-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-018-DSC03277125442027-600x337.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-019-DSC03328-372581701.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-019-DSC03328-372581701.jpg\" alt=\"tmp_19210-019-DSC03328-372581701\" width=\"1018\" height=\"527\" class=\"aligncenter size-full wp-image-773\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-019-DSC03328-372581701.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-019-DSC03328-372581701-300x155.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-019-DSC03328-372581701-600x311.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-020-DSC03329-1491200446.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" 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href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-021-DSC03240200684201.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-021-DSC03240200684201.jpg\" alt=\"tmp_19210-021-DSC03240200684201\" width=\"1018\" height=\"572\" class=\"aligncenter size-full wp-image-775\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-021-DSC03240200684201.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-021-DSC03240200684201-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-021-DSC03240200684201-600x337.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-022-DSC032691873378242.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" 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href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-023-DSC03123131457984.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-777\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-023-DSC03123131457984.jpg\" alt=\"...und von diesen gibt es noch ganz viel mehr.\" width=\"1018\" height=\"556\" class=\"size-full wp-image-777\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-023-DSC03123131457984.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-023-DSC03123131457984-300x164.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-023-DSC03123131457984-600x328.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 1018px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-777\" class=\"wp-caption-text\">&#8230;und von diesen gibt es noch ganz viel mehr.<\/p><\/div>\n<p>Es ist kaum zu glauben, dass 80h und 38min so schnell vergehen, denn schon fahren wir im Bahnhof von Irkutsk ein und somit heisst es unsere Rucks\u00e4cke zu schultern und unser gem\u00fctliches Abteil zu verlassen &#8211; aber wir kommen wieder!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-024-DSC03244-66408683.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch:443\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-024-DSC03244-66408683.jpg\" alt=\"tmp_19210-024-DSC03244-66408683\" width=\"1018\" height=\"573\" class=\"aligncenter size-full wp-image-778\" srcset=\"https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-024-DSC03244-66408683.jpg 1018w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-024-DSC03244-66408683-300x169.jpg 300w, https:\/\/www.mostly-harmless.ch\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/tmp_19210-024-DSC03244-66408683-600x338.jpg 600w\" sizes=\"auto, (max-width: 1018px) 100vw, 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